Urkundlich ist Brecht im Jahre 1383 erstmals genannt, seine Kapelle wird 1570 erwähnt. Heute besteht sie aus einem spätgotischen Chor, der um 1950 zu einem Turm aufgestockt wurde, und dem wohl um 1800 nur barockisierten kleinen Schiff. Der Turm trägt ein Pyramidendach, sein Obergeschoss zeigt gekuppelte Rundbogenfenster als Schallarkaden. Den Chor im Turmuntergeschoss gliedern teilweise noch die ursprünglichen spätgotischen Spitzbogenfenster. Das Schiff wird auf jeder Längsseite von nur einem Rundbogenfenster gegliedert; seine Westfront trägt über dem abgewalmten Giebel einen Dachreiter und als einzige Gliederung ein spätgotisches, im Kielbogen schließendes Portal. Es stammt wohl vom Vorgängerbau.

Die Einzelformen des Kreuzrippengewölbes im Chor datieren diesen ins 16. Jahrhundert. Eine neugotische Altarmensa trägt das wichtigste Stück der Ausstattung, eine knapp unterlebensgroße barocke Kreuzigungsgruppe. Sie wurde bei der letzten Kirchenrenovierung 1977 neu gefasst. In dieser Zeit entstand auch die heutige Holzdecke des Saales in Form einer flachen Tonne. Chor und Schiff sind durch einen halbrunden, gedrückten Triumphbogen miteinander verbunden. In beiden Bauteilen finden sich Fensterverglasungen des Trierer Künstlers Jakob Schwarzkopf von 1955.

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