Für das urkundlich 1473 erwähnte Dorf ist im Jahre 1640 eine Kapelle beim Hoorhof überliefert. Der heutige Bau liegt an anderer Stelle nördlich über dem kleinen Ort und wurde 1928 nach Plänen des Baumeisters Jakob Marx, Koosbüsch, in neubarockem Stil errichtet. Der dreiachsige, rechteckige Putzbau wird von Sockel, Lisenen, Gesimsen sowie von korbbogig schließenden und hochovalen Fenstergewänden mit skulptierten Keilsteinen aus Sandstein gegliedert. In drei Absätzen führt eine Treppe zur Eingangsseite mit dem nur leicht vor die Fassade tretenden Turm. Das oberste seiner drei Geschosse steht frei und trägt eine geschwungene Haube. Das Innere besitzt eine Empore und eine Flachdecke mit Vouten. Gurte auf Rechteckvorlagen betonen das Altarjoch. Den barocken Säulenaltar arbeitete in den 1930er-Jahren der Bildhauer Walter, Trier, um. Er schuf auch andere Teile der neubarocken Einrichtung. Das Kommunionbankrelief zeigt das letzte Abendmahl nach Leonardo da Vinci und wurde wie die Kreuzwegreliefs 1932 von Bildhauer G. Mayr aus Oberammergau geschaffen.

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